Am 02. Januar 2012 hat es im Harburger Hafen einen Großbrand gegeben.
In Zeitungen, Funk und Fernsehen ist viel darüber berichtet worden.
Der Brand der Kautschuk Lagerhalle war eines der größten Feuer der letzten 20 Jahre in Hamburg;
Die Flammen waren mit 100m so hoch, dass das Lodern über unseren Hallendächern zu sehen war. Die Strahlungswärme des Feuers war noch bei uns auf dem Gelände zu spüren; umso bemerkenswerter ist der Einsatz der Feuerwehrleute vor Ort, die nach einem 24 ! stündigen Kampf das Feuer eindämmen konnten.
Hier nun eine kurze Übersicht was es für uns bedeutet:
Da der Wind nicht in unsere Richtung geblasen hat, sind wir von Einflüssen durch Staub und Ruß verschont geblieben. Insofern auch an dieser Stelle ein ausdrücklicher Dank an alle Feuerwehrleute die vor Ort waren.
Außer den Flammen Ruß, Staub und Kautschuk an der Brandstelle gibt es auch noch eine Verunreinigung des Hafenwassers. Zum Löschen wurden viele Millionen Liter Hafenwasser benötigt und sind zum großen Teil wieder in das Hafenbecken zurückgeflossen. Am Dienstag und auch noch am Mittwoch sah der gesamte Hafen aus, als sei er mit Milch gefüllt. Mittlerweile hat sich dies mit dem Regen der vergangenen Tage gemischt, so dass der Hafen nunmehr aus einer milchig weißen Brühe besteht.
Welche Auswirkungen diese Brühe auf die Natur, die Boote und die Hafenanlage hat, können wir noch nicht sagen;
denn im krassen Gegensatz zu der Arbeit der Rettungskräfte vor Ort steht leider die „Informationspolitik“ der Behörden.
Nachdem das Feuer eingedämmt war ist eine Information von Seiten der Behörden leider in keiner Art und Weise erfolgt.
Nachfragen bei der benachbarten Wasserschutzpolizei als auch den ermittelnden Beamten und bei der Feuerwehr, ob das kontaminierte Hafenwasser in irgendeiner Art und Weise schädlich für Sachen oder Gesundheit wäre, wurden am 03.Januar 2012 nicht beantwortet.
Die Polizei hielt sich für nicht zuständig und verwies auf die Feuerwehr, die Feuerwehr hielt sich für nicht zuständig und verwies auf die Polizei. Auf jeweiliges Nachfragen erhielt ich die Antwort: „sie hätten die Information auch nur aus der Presse“.
Tatsächlich waren die diversen Reporter dann deutlich hilfreicher und konnten zumindest teilweise Informationen an uns weitergeben. Insbesondere erwähnen möchte ich hier das Hamburger Abendblatt, die Harburger Anzeigen und Nachrichten und Radio 90,3, so dass mein derzeitiger Kenntnisstand ist:
1. Erste Laborauswertungen des Löschwassers sollen in den nächsten Tagen über die Presse bekannt gemacht werden.
2. Die Schleuse bleibt bis auf Weiteres geschlossen, um die Brühe nicht auf die Elbe zu lassen.
Dies ist sicherlich unbefriedigend aber zurzeit leider die einzig mögliche Aussage.
Ein Hinweis noch an alle Bootseigner die ihr Boot im Wasser haben:
Da nicht geklärt ist, ob die Versicherung des Brandverursachers für die Folgeschäden aufkommt, empfiehlt sich zumindest eine allgemeine Schadensmeldung an die eigene Versicherung.
Sobald es etwas Neues gibt informieren wir an dieser Stelle und wünschen bis dahin trotzdem oder gerade deshalb ein Frohes Jahr 2012!